Samstag, 27. März 2010

Crazy Goldfrapp

Mittwoch, 24. März 2010

Fanfarlo

The Irrepressibles





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Mittwoch, 17. März 2010

„Es juckt“

Was haben David Bowie, Paul Simon, Brian Eno, Guy Garvey, Justin Vernon, David Byrne, Lou Reed, Win Butler, Stephin Merritt, Randy Newman, Regina Spektor, Neil Young und Thom York gemeinsam?

Das sind die Songwirter, die Peter Gabriel auf seinem soeben erschienenen Cover-Album „Scratch my back“ intoniert hat.


Die Information muß man erst mal sacken lassen!

Peter Gabriel, die Imelda Marcos der guten Ideen, läßt sich nun zu Coverversionen herab?

1) Das passt so gar nicht zu ihm
und
2) Coverversionen - kotz!

Ich bin der Meinung, daß Coverversionen noch öfter als Romanverfilmungen schief gehen - und da sind es auch schon 95 %!

Wann gibt es schon mal eine gute Coverversion?

Spontan fallen mir dazu ein:

Die beiden Kate-Bush-Versionen von „Candle in the wind“ (Elton John) und „Sexual Healing“ (Marvin Gaye) - die pipes, die sie hier einsetzt, sind schon ein echtes Highlight.

Judy Collins Version von „I think it is going to rain today“ (Randy Newman)

Marc Almonds "Where Did Our Love Go?" (Brian Holland, Lamont Dozier)

Oh, und Michel van Dyke sang Anfang der 90er auf seinen Konzerten immer eine ganz geile “Space Oddity”-Version (Bowie)

Und mit Amii Stewart und José Feliciano gibt es gleich zwei coole Interpreten des Doors-Klassikers „Light my fire“.

Erstaunlich oft habe ich auch schon live „Running up that hill“ (Kate Bush) gehört.
Brian Molko von Placebo macht das großartig und vor ein paar Jahren wurde ich voller Überraschung Zeuge, wie Steven John Kilbey von „the Church“ „Running up that hill“ anstimmte.
Gelang ebenfalls. Allerdings denke ich, daß man an dem Song nicht viel kaputtmachen kann - dieser düstere Bolero mit gotteslästerlichen Text klappt eigentlich immer.

Wenn man allerdings daran denkt, daß auch schlimme deutsche Sängerinnen-Darstellerinnen wie Sarah Connor oder Jasmin Wagner sich an allerlei Klassikern versuchen, daß jeden Tag in Casting-shows talentfreie Bohlen-Epigonen allerlei Hits kaputtträllern und daß auch noch von jedem guten 80er Jahre-Hit mindestens drei schlimme, primitiv produzierte Technoversionen existieren, möchte man nach völkerrechtlicher Ächtung rufen!

Talentfreie deutsche Trällerer sollen gefälligst ihre eigenen Lieder ruinieren und sich nicht blasphemisch betätigen.

Warum begibt sich nun Peter Gabriel mit 60 Jahren erstmals auf dieses Glatteis?

Die Antwort ist einfach:
Er kann es!

OK, ich gebe es zu - ich bin nicht objektiv - ich stehe auf Gabriel Giganto-Konzertperformances und bekomme immer noch eine Gänsehaut, wenn ich nur an die 93er "Secret World Tour" -Tour-Auftritte denke.
Besser geht nicht.

Bei all der Show und all dem Zirkus vergisst man glatt, was für ein großer Sänger und Arrangeur Herr Gabriel ist.

An den 16 nun auf „Scratch my back“ veröffentlichen Songs vollzog er eine Produzenten-Meisterleistung.
Wir befinden uns im tiefsten gefühligen Moll.
Es gibt Streicher en masse und dafür kommt die ganze CD ohne drums und Gitarren aus.

Der Meister hat sich die Songs einverleibt - sie klingen 100% Peter Gabriel-mäßig.
Obwohl die meisten Songs gut bekannt sind, entdeckt man sie ganz neu; es scheint, als ob sie erst jetzt Tiefgang bekommen haben und vorher nur als Schablonen existierten.

Dabei ist Bowies Original-Version von „Heroes“ beileibe kein schlechter Song.
Aber das ist kalter Kaffee gegen das was 2010 damit anstellt.



Zu empfehlen ist übrigens die „Special edition“-CD, die eine zweite CD mit vier weiteren Mixen enthält - darunter auch den „Wildebeest-mix“ von Heroes.

Der beste Track ist meiner Ansicht nach „Mirrorball“ (Elbow), der mit einem leichten San-Jancinto-Säuseln anfängt und sich dann in klassischer Schönheit ausbreitet.



Muß man haben.

Montag, 15. März 2010

Hurts

Eigenartige Briten-Zwillinge (erst 22 J.)



Freitag, 12. März 2010

"Have One on Me"

Im Jahr 2007 hatte ich ZWEI MAL Karten für ein Joanna Newsom-Konzert in Hamburg.
ZWEI MAL erschien aber Miss Newsom nicht.
Es gab keine rechtzeitige Absage. Die Konzertbesucher kamen zur Halle und fanden an der Tür einen Din-A-4-Zettel mit der lapidaren Auskunft „Newsom-Konzert fällt aus.“

Wenn einem das innerhalb von einem halben Jahr mit derselben Künstlerin wiederholt passiert, wird man langsam sauer und beschließt in der Regel nicht noch einmal Karten für diese Person zu kaufen.

Nun, im Jahr 2010 gibt es eine neue Newsom-Tournee in Deutschland:

16.05.10 Hamburg
Kampnagel / K6
17.05.10 Berlin
Admiralspalast
verlegt vom 17.05.10 , Passionskirche
19.05.10 Düsseldorf
Savoy Theater
21.05.10 Frankfurt
Dreikönigskirche

Da ich aber immer noch grolle, hatte ich nicht vor noch einmal mein Glück zu versuchen und am 16. Mai in der Kampnagelfabrik aufzuschlagen.

Mit der Konsequenz ist das aber so eine Sache.

Inzwischen habe ich nämlich Newsoms dritte CD, die soeben erschienen ist ein paar Tage gehört.
Feuilletonisten überschlagen sich mit Lob.

Dies ist ein Meisterwerk, es hält sich an keine Regeln. Newsom ist die neue Ikone weiblicher Singer/Songwriterkunst
(SPIEGEL)

Die Ausnahmemusikerin Joanna Newsom packt ihre Harfe ein und macht sich mit ihrem neuen Album "Have One on Me" unsterblich. Die Stimme der Joanna Newsom, auf dem neuen Album noch souveräner und immer wieder an Kate Bush erinnernd oder an Victoria Williams, weckt Begehren. Sie ist schlicht überwältigend…..Newsoms neuester Streich und ohne Zweifel das bisherige Opus magnum der Prinzessin an der Harfe aber war da noch gar nicht in Sicht.
(taz)

Auch im ungekürzten Songwriter’s Cut bleibt es ein Meisterwerk – mit Überlänge. (Tagesspiegel)

Dem ist nichts hinzu zu fügen.
Recht haben sie.

"Have One on Me" ist tatsächlich ein Meisterwerk.

Für mich ist der beste Song BABY BIRCH: