Das hat einen simplen Grund: Das Album ist einfach wunderschön. Seit ich die CD vor einer Woche bekommen habe, höre ich nichts anderes mehr.
Today (Monday 21st November) marks the release of Kate’s 10th studio Album “50 Words For Snow” and the response from the press has been fantastic. Here’s a selection of what some publications have been saying about the record:
"For all the subtle beauty of the orchestrations, there's an organic, live feel, the sense of musicians huddled together in a room, not something that's happened on a Bush album before." - The Guardian (5/5)
“Within a snowball's throw of the winter solstice, it's hard to imagine another record scaling the lambent reverie of 50 Words For Snow.” – Mojo (4/5)
“She’s brilliant, sometimes inspired, and this tenth studio album finds her gifts undiminished. What really makes you go weak at the knees, though, is her imagination.” – Clash (9/10)
“‘50 Words For Snow’ is Kate Bush’s finest moment, a pinnacle in a career of pinnacles.” – Louderthanwar.com (10/10)
"A concept executed with grace, subtlety and just in time to soundtrack your Christmas. There's a depth and gravitas here that slowly reveals itself over repeated listens" – NME
“A wintry companion to Aerial written and sung as exquisitely as you’d expect. As surprising and individual as ever… it lifts the heart and transforms your world…” - The Word
"It’s provocative sleight-of-hand on an LP that finds a universe of emotions in its wintery theme" – Rolling Stone
"50 Words For Snow goes beyond good taste, because it is as intriguing and eccentric as it is restrained … " - The Times
"...a lush, immersive work which is sonically more homogeneous than her earlier albums..." - The Independent
"50 Words For Snow is an astounding piece of work unlike anything else." - MTV
"It’s the sensual, seductive Bush we get throughout this sparse, wintery, piano-led slow-burner." – The List
"50 Words For Snow is the most inspired, unique and beautiful album of the year." - Holy Moly
"Bush follows up May's Director's Cut with a boldly stripped-down set that distils her off-kilter aesthetic to its purest essence" - Entertainment Weekly
"...a strange and beautiful disc of thematically linked songs about winter." - The Washington Post
"True to form, “50 Words for Snow” floats in its own enchanted cloud, a song cycle for subzero shut-ins." - Chicago Tribune
Ich glaube die 80er sind musikalisch betrachtet die höchstassoziierte Dekade. Dazu fällt JEDEM sofort etwas ein. Neue deutsche Welle, Frisuren von Kajagoogoo und Duran Duran, sowie das Aufkommen von „New Romantic“ aus Britannien mit viel Synthesizern.
Das ist ja auch alles nicht falsch. Und insbesondere die Frisuren nehme ich gerne bis heute in Schutz - wenigstens war das irgendwie individuell und nicht so ein Einheitslook.
Nur war die „Neue Deutsche Welle“ die Musik von gerade mal einem Jahr nämlich 1981, die bunten Turmfrisuren trugen natürlich nur eine Minderheit und neben den typischen Spandau Ballet, Nik Kerchaw, Thomson Twins und Yazoo gab es gleichzeitig noch ein Dutzend weiterer Musikstile, die sich unabhängig davon entwickelten.
Man reduziere also die Dekade nicht auf seichte Elektropop-Klänge von sehr schwul aussehenden Männerbands. Und was heißt schon „seicht“?
Die HipHopper und Rapper und Raver mögen es heute nicht mehr verstehen, aber „being boiled“ (Human League), „the big man restless“ (Kissing the pink) oder „change your mind“ (Sharp&Numann) haben eine Generation von Disco-Gängern über alle Maßen begeistert.
Auf einer anderen Ebene gründete 1983 der Schotte Mike Scott (*1958) in Edinburgh die legendäre Band „The Waterboys“, die sich in ihren Live-Auftritten, von denen ich damals glücklicherweise zwei miterlebte habe, als echte Rockband inszenierten. Obwohl Scott und seine Jungs auch einmal mit U2 auf Tour waren, erreichten sie aber nie solche Verkaufszahlen. Dabei enthielt schon ihre erste Platte einen echten Hit.
Die erste Single „A Girl Called Johnny“ von 1983 ist mit ihrer klassischen Folk-Rock-Instrumentierung und viel Saxophon, erwischt einen schon nach dem ersten Takt. Der Wiedererkennungswert ist gigantisch. Wenn ich mir den Song jetzt anhöre, finde ich ihn noch genauso catchy wie damals.
1985 erschien mit „This Is The Sea“ das erfolgreichste Waterboys-Album.
„This Is The Sea“ ist eine von den wenigen Platten, die ich damals ständig hörte und die seit dem eigentlich nie in zeitweilige Vergessenheit geriet. Um es kurz zu sagen: Ein Meisterwerk, das kein bißchen altmodisch ist.
Richtig bekannt geworden ist, soweit ich das als subjektiv Vorbelasteter sagen kann, eigentlich nur „The Whole Of The Moon“, welches auch ein sehr eingängiges Lied ist.
Aber die genialen Songs des Albums sind eigentlich „Spirit“, „Old England*“, „Trumpets“ und natürlich „This Is The Sea“.
Die ersten drei davon sind dabei keineswegs bombastisch ausgefeilte Symphonien, sondern recht einfache und klare Songwriter-Perlen. Kurz und gut.
Mike Scott vertont hier Gedichte des Irischen Literaturnobelpreisträgers William Butler Yeats (*1865 in Dublin; † 1939 in Nizza).
Und was soll ich sagen; es ist ein gelungenes Album.
Klare Kaufempfehlung.
Der beste Track ist „Song Of Wandering Aengus“, von dem ich bis jetzt nur eine Live-Version auf YouTube finde.
Die Studioversion ist viel besser.
*OLD ENGLAND
Man looks up on a yellow sky And the rain turns to rust in his eye Rumours of his health are lies Old england is dying His clothes are dirty shade of blue And his ancient shoes worn through He steals from me and he lies to you Old england is dying Still he sings an empires song And he keeps his navy strong And he sticks his flag where it ill belongs Old england is dying You’re asking what makes me sigh now What it is makes me shudder so Well I just freeze in the wind And I’m numb from the pummeling of the snow That falls from high in yellow skies Where the time stained of england flies Where the homes are warm and the mothers sigh Where comedians laugh and babies cry Where criminals are televised politicians fraternize Journalists are dignified and everyone is civilised And children stare with heroin eyes Old england! Evening has fallen The swans are singing The last of sundays bells is ringing The wind in the trees is sighing And old england is dying
Wenn man etwas von klassischer Kunst versteht, rümpft man natürlich die Nase darüber, daß sich immer mal wieder die hohen Künste in das Populärgeschäft verirren, weil ein Stück aus Carmina Burana in der Werbung verbraten wird oder irgendein TV-Casting-show-Epigone eine klassische Arie schmettert.
Für diese elitär-überhebliche Sichtweise habe ich eigentlich Sympathie, weil ich befürchte, daß alles in einem Einheitsbrei endet.
Andererseits ist die Definition von „Pop-Art“ höchst willkürlich. Unter „Pop“ fällt sicherlich eine Menge qualitativ sehr Gutes.
Und, geben wir es doch ruhig zu, die ein oder andere Crossover-Nummer hören wir doch alle gerne. Ich denke immer noch an die Eröffnung der Olympischen Spiele von 1992, als Freddy Mercury und Montserrat Caballé ihr „Barcelona“ schmetterten.
Und wer ist nicht angerührt von Bonos „Miss Sarajevo“ im Duett mit Luciano Pavarotti?
Überhaupt Pavarotti. Als es stimmlich nicht mehr so ganz für die ganz große Opernbühne reichte, hat er so ziemlich jedes Pop-Sternchen gezwungen mit ihm zu singen und die CDs lagen dann in jedem Supermarkt der Welt in den Ramschkörben. Aber was soll’s? Singen konnte er ja schon.
Das ist überhaupt das Schöne an den Crossovern: Wenn richtig ausgebildete Sänger, Tänzer oder Schauspieler die normale TV-Bühne betreten, fällt immer auf, wie schlecht all die Möchtegern-Typen sind, die in Deutschland durch die Casting-Shows und Daily-soaps stümpern und sich „Star“ nennen.
Ballett gehört zu den klassischen Kunstformen, die ich Banause nicht mag. Da fehlt mir ein Gen. Das ist einfach zu künstlich.
Rock the ballet besteht glücklicherweise hauptsächlich aus männlichen Tänzern, was mir in dem Fall lieber ist, weil für mich das Allerschlimmste an Ballet die Frauen auf Spitzen sind. Das kann ich kaum ertragen zu sehen, wenn die unnatürlich auf den Fußspitzen umher staksen. Einfach abartig.
Eine der vielen Rock-the-Ballet-shows wurde nun in der Alten Oper Frankfurt aufgezeichnet und im TV übertragen. Los ging es mit „I gotta feeling“. Einen TV-Ausschnitt habe ich leider nicht gefunden - nur einen Trailer mit dem Lied.
Puh, Black Eyed Peas mag ich natürlich auch nicht, aber der Song ist zugegebenermaßen ganz peppig und scheint irgendwie geeignet als Warm up.
Ich machte es mir also gemütlich und harrte voller Erwartung der Dinge, die da kommen mögen. Dem Saalpublikum gefiel es schon mal - die jauchzten quasi von Anfang an orgiastisch vor sich hin.
Ich kann aber kein abschließendes Urteil abgeben, weil ich nur 3:43 Minuten durchgehalten habe. Dabei HÄTTE ich es schon ganz gerne zu Ende geguckt, aber diese KOMPLETT WAHNSINNIGEN DURCHGEDREHTEN FENRSEHMACHER AUF KOKS UND SPEED haben mir alles verdorben.
Ich weiß ja nicht für welche imaginäre Zielgruppe die das zusammenschneiden, aber meine, sich in einer fortgeschrittenen Lebensdekade befindlichen Augen, sind dafür ungeeignet. Die Bildregie ist wie immer bei musikalischen Live-Performances fürs Fernsehen eine derartige Pest, daß ich augenblicklich in schwere Aggressionen verfiel.
Für diesen Blogeintrag habe ich mir den Anfang der Show extra noch mal angesehen und die Bildschnitte gezählt:
In gut dreieinhalb Minuten, die „I gotta feeling“ dauert, wurde das Bild 141 mal geschnitten!
Das heißt, durchschnittlich alle 1,5 SEKUNDEN hat die Perspektive gewechselt! Das ist doch SCHEISSE. Was ist bloß los mit diesen TV-Teams? Sind das alles Sadisten?
Wie, zum Henker, soll man als normaler Mensch einer ohnehin schnellen Show zu schneller Musik mit sechs Tänzern folgen? Das ist ohnehin viel Bewegung und Unruhe auf dem Bildschirm, so daß man sich damit behilft eine der Figuren im Auge zu behalten. Aber wie soll das gehen, wenn derjenige SEKÜNDLICH weggezappt wird???
Liebes 3Sat-Fernsehteam - dafür HASSE ICH EUCH ernsthaft.
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